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Aktuelles zu Jod

Wahlprüfsteine 2017 - Fragen


Wahlprüfsteine an alle Parteien des deutschen Bundestages im Vorfeld der Bundestagswahlen


Die Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken fragt - Die Parteien antworten


Wie steht Ihre Partei zu der das Grundgesetz Art. 2, Abs. 2: „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ verletzenden „generellen Jodsalzprophylaxe“ in Deutschland, bei der jodinduzierte Gesundheitsschäden von Verantwortlichen als Schadensinkaufnahme akzeptiert werden?Welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die durch die Jodierung der Lebens- und Futtermittel verursachten Gesundheitsschäden der Bevölkerung zu beenden? 2009 war die Zahl

der überwiegend durch Jod ausgelösten Autoimmunerkrankungen Morbus Hashimoto und Morbus Basedow bereits auf 16,5 % gestiegen.

In Frankreich ist seit 2008 die Jodierung von Lebensmitteln wegen der Gesundheitsgefährdung verboten.In welcher Weise wird Ihre Partei unabhängige, nicht von der Pharmaindustrie finanzierte Forschungen unterstützen, die die durch die Überjodierung verursachten Krankheiten zum Gegenstand haben? Wie wird Ihre Partei diejenige Land- und Ernährungswirtschaft unterstützen, die die Marktlücke „unjodierte tierische Produkte“ – Milch- und Milchprodukte, Eier, Fleisch etc. – erkannt haben und unjodierte Produkte herstellen? Die Herstellung unjodierter Produkte ist mit hohen Kosten und zeitlichem

Mehraufwand verbunden. Wirtschaftlich ist sie nötig, da viele Betroffene unjodierte Lebensmittel im benachbarten Ausland kaufen – Stichwort „Milchtourismus“.

Welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die durch die Jodierung zwangsweise Krank gewordenen zeitnah zu entschädigen und ihnen für die ihnen aufgezwungenen, langjährigen gesundheitlichen Schäden – meist chronische Erkrankungen - angemessenes Schmerzensgeld (Jodrente) zu zahlen?

MfG

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 28. Juni 2017, 9 Uhr 03

Bitte senden Sie Ihre Antworten möglichst per eMail bis spätestens 30. August 2017 an:

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken

An der Pferdsweide 60, 54296 Trier, 0651/ 9963677, EMail: mail(at)jod-kritik.de, Internet: www.jod-kritik.de

An dieser Stelle dankt die Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow - und Hyperthyreosekranken allen Parteien, die sich mit der Jodproblematik und mit der Auswirkung der Zwangsjodierung auf die Gesundheit in Deutschland kritisch befaßt und auf unsere Wahlprüfsteine geantwortet haben.

Denn: bereits 2006 stellten Schilddrüsenspezialisten fest, daß über 33% der Bevölkerung an einer Schiilddrüsenerkrankung leiden, Tendenz steigend.

Denn: Seit Einführung der fast unausweichlichen Lebensmitteljodierung sind infolge der Überjodierung der Lebens- und Futtermittel immer mehr Menschen an jodinduzierten Erkrankungen wie Morbus Basedow, Morbus Hashimoto, Über- und Unterfunktion, Jodallergie und anderen jodinduzierten bzw. durch Jod beschleunigten Erkrankungen wie Bluthochdruck, Krebs, Osteoporose; Depressionen, Arteriosklerose, Alzheimer, Herzerkrankungen, Impotenz, Kinderlosigkeit, Diabetes, Vitligo, Hyperaktivität, Schlafstörungen, Zappelbeine etc. erkrankt.

Jodkrankheiten bestimmen immer mehr unseren Alltag!

Denken wir an unsere Gesundheit - beenden wir diesen Spuk.

Mit großer Spannung verfolgen die Mitstreiter der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken die Antworten, die auf ihre Wahlprüfsteine eingehen.

Es erfordert gehörigen politischen Mut, sich öffentlich und noch dazu vor der Bundestagswahl zu der der Bevölkerung aufgezwungenen Jodierung der Lebens- und Futtermittel zu äußern.

Den sogenannten etablierten Parteien, die zum einen die praktisch unausweichliche Jodierung der Lebens- und Futtermittel zu verantworten haben - CDU/CSU -, und die zum anderen kaum Wirkungsvolles zum Schutz der durch die generelle Jodsalzprophylaxe gesundheitlich Geschädigten unternommen haben - SPD, FDP, Grüne -, dürfte es eine Art "Gang nach Canossa" bedeuten, auf diese Wahlprüfsteine antworten zu sollen.

Nun wird es spannend, ob sich auch die Kanzlerkandidaten, die sich sonst gerne kritischen Fragen stellen, an die Beantwortung der Fragen nach der allgemein als Zwangsjodierung bezeichneten Jodierungsmaßnahme wagen werden.
Das wäre natürlich demokratisch.


Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 30. August 2017.

Antworten

Deutsche Mitte


1. Antwort: Deutsche Mitte, 28.06.2017, 14 Uhr 14


Sehr geehrte Frau Braunschweig-Pauli,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

zu 1: Eine generelle - eventuelll sogar heimliche - Medikation der gesamten Bevölkerung, ohne Rücksicht auf individuelle Empfänglichkeiten für schädliche Nebenwirkungen, ist aus Sicht der Deutschen Mitte ein Verbrechen und definitiv eine Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit!

zu 2: Als Fraktion im Bundestag werden wir Fachgespräche u. a. zum Thema Zwangsjodierung im Bundestag durchführen, und die maßgeblichen Experten und Entscheider dazu vorladen, damit sich die Abgeordneten ein eigenes Bild machen können. Diese Anhörungen werden life ins Internet übertragen. Außerdem werden wir im Gesundheitsausschuss gegen nachweisliche Falschaussagen und darauf basierende Entscheidungen vorgehen.
Wenn wir das Gesundheitsministerium unter uns haben, werden wir aktiv gegen jede nachweisliche Falschaussage zum Thema

Jodmangel vorgehen. Manche industrienahe Experten müssen auch mit juristischen Konsequenzen rechnen.

zu 3: Die Deutsche Mitte plant, sollte sie das Gesundheitsministerium unter sich haben, die komplette Führungsriege des RKI auszutauschen und dabei die wichtigsten industrieabhängigen Funktionäre zu entfernen. Industrieunabhängige Forschungen werden dann entweder vom RKI oder einer neuen Bundesbehörde, falls das RKI nicht reformierbar ist, durchgeführt. Wir achten - wie beim Impfen - darauf, dass es nicht zu einer Beweislastumkehr kommt. Nicht die Jodallergiker oder andere Kritiker, sondern die Jodierungsbefürworter haben die Beweislast!

zu 4: Die Deutsche Mitte steht für eine 100 % natürliche und bzgl. Tierhaltung auch artgerechte Landwirtschaft. Das ist die unbedingte Voraussetzung für gesunde Lebensmittel. Jodsalz darf, wenn überhaupt, nur noch bei bestimmten und

sehr eng gefassten Indikationen verwendet werden, auf dieser Grundlage erzeugte Nahrungsmittel müssen deklariert werden

zu 5: Wir werden nach dem Verursacherprinzip vorgehend die Verantwortlichen ausmachen und soweit möglich in die Pflicht nehmen. Dass auch jodsensible Menschen ein Recht auf ein Leben in Würde haben, ist klar. Dass der Staat für die Folgen gesundheitschädlicher Maßnahmen einstehen muss, die er ergriffen hat, ist auch klar. Auf welche Weise und in welchem Ausmaß eine Unterstützung finanzieller, sozialer oder medizinischer Art auszusehen hat, damit ein Leben der Betroffenen in Würde möglich ist, kann ich im Augenblick nicht abschätzen. Wir werden, wenn es soweit ist, ganz sicher auch das Gespräch mit den Betroffenenverbänden suchen.

Herzliche Grüße
Ihr
Hans U. P. Tolzin
Deutsche Mitte
Sprecher Gesundheitspolitik



Ihr Support-Team von Deutsche Mitte,
Wir hoffen, dass diese Antwort Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet hat. Wenn nicht, senden Sie uns bitte keine weitere E-Mail. Bitte antworten Sie stattdessen einfach auf diese E-Mail oder melden Sie sich bei unserem Helpdesk an. Dort erhalten Sie eine komplette Übersicht zu Ihren Support-Anfragen.

Die Linke

2. Antwort: Die Linke, 21. 08. 2017, 16 Uhr 14


Wahlprüfstein DIE LINKE
Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken
DIE LINKE zu Fragen der Selbsthilfegruppe der Jodallergiker Jodsalzprophylaxe und das Grundgesetz

1. Wie steht Ihre Partei zu der das Grundgesetz Art. 2, Abs. 2: „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit„
verletzenden „generellen Jodsalzprophylaxe„ in Deutschland, bei der jodinduzierte Gesundheitsschäden von
Verantwortlichen als Schadensinkaufnahme akzeptiert werden?

Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bedarf es weiterhin
der Zugabe von Jod in Lebens- und Futtermittel. Seit ca. 35 Jahren wird die Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt, in
der Gastronomie, bei der Gemeinschaftsverpflegung und Lebensmittelherstellung empfohlen, um aus Jodmangel resultierende
Erkrankungen präventiv zu vermeiden. Keine der bisherigen medizinischen Untersuchungen konnte eindeutig nachweisen, dass
die Schilddrüsenüberfunktion (z.B. Morbus Basedow) auf die Jodsalzprophylaxe zurückzuführen ist. Dennoch ist DIE LINKE der
Auff assung, dass es neuer medizinischer Studien bedarf, um auszuschließen, dass die berechtigte Jodvorsorge zu anderen
Erkrankungen führt.

Gesundheitsschäden durch Jodierung

2. Welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die durch die Jodierung der Lebens- und Futtermittel
verursachten Gesundheitsschäden der Bevölkerung zu beenden? 2009 war die Zahl der überwiegend durch Jod
ausgelösten Autoimmunerkrankungen Morbus Hashimoto und Morbus Basedow bereits auf 16,5 % gestiegen.
In Frankreich ist seit 2008 die Jodierung von Lebensmitteln wegen der Gesundheitsgefährdung verboten.

DIE LINKE wird sich dafür einsetzen, dass eine unabhängige Studie durchgeführt wird, um auszuschließen, dass die Jodvorsorge zu
anderen Erkrankungen führt. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung liegt die Verwendung von jodiertem
Speisesalz bei industriell hergestellten Lebensmitteln unter 30 Prozent. Darüber hinaus hält DIE LINKE eine Jodkennzeichnung für
unverpackte und verpackte Lebensmittel für sinnvoll.

Forschungen zur Überjodierung

3. In welcher Weise wird Ihre Partei unabhängige, nicht von der Pharmaindustrie finanzierte Forschungen unterstützen,
die die durch die Überjodierung verursachten Krankheiten zum Gegenstand haben?

DIE LINKE wird sich im Rahmen der unabhängigen Forschungsförderung dafür einsetzen, dass untersucht wird, inwieweit die
Jodvorsorge in Lebensmittel- und Futtermitteln zu anderen

Erkrankungen führen kann. Es muss ausgeschlossen werden, dass eine
Präventivmaßnahme andere Krankheiten verursacht. Generell tritt DIE LINKE für eine stärkere industrieunabhängige Forschung
ein.

Unterstützung unjodierter Produkte

4. Wie wird Ihre Partei diejenige Land- und Ernährungswirtschaft unterstützen, die die Marktlücke „unjodierte tierische
Produkte„ – Milch- und Milchprodukte, Eier, Fleisch etc. – erkannt haben und unjodierte Produkte herstellen? Die
Herstellung unjodierter Produkte ist mit hohen Kosten und zeitlichem Mehraufwand verbunden. Wirtschaftlich ist sie
nötig, da viele Betro
ff ene unjodierte Lebensmittel im benachbarten Ausland kaufen – Stichwort „Milchtourismus„.

Nein, Nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung verwenden derzeit nur 30 Prozent der Lebensmittelbetriebe jodiertes Salz. Aufgrund unterschiedlichen Standards in der EU, verzichten viele Lebensmittelhersteller generell auf eine Jodierung.DIE LINKE steht für eine ökologische und genossenschaftliche Landwirtschaft.

Schmerzensgeld

5. Welche konkreten Maßnahmen wird Ihre Partei ergreifen, um die durch die Jodierung zwangsweise Krank gewordenen
zeitnah zu entschädigen und ihnen für die ihnen aufgezwungenen, langjährigen gesundheitlichen Schäden – meist
chronische Erkrankungen - angemessenes Schmerzensgeld (Jodrente) zu zahlen?

Sollte der Nachweis erbracht werden, dass die Jodsalzprophylaxe zu Erkrankungen bei anderen Menschen geführt hat, wird sich
DIE LINKE für eine Entschädigung der Betroff enen einsetzen. Aktuell erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass die
gegenwärtige mittlere Jodzufuhr auch für Patienten, die wegen einer Überfunktion der Schilddrüse aufgrund einer Basedowschen

Erkrankung (autoimmune Schilddrüsenüberfunktion) behandelt werden, kein Problem darstellt.

Dr. Timo Böhme, AfD


3. Antwort: Dr. Timo Böhme, AfD, 29.08.2017, 23 Uhr 19

Dr. Timo Böhme, MdL, 29.08.2017

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.
Sprecherin der Deutschen SHG
Der Jodallergiker, Morbus Basedow-
und Hyperthyreosekranken
An der Pferdsweide 60
54296 Trier



Sehr verehrte Frau Braunschweig-Pauli,

vielen Dank für die Zusendung der Wahlprüfsteine 2017. Meine Antwort kommt spät, aber noch zur rechten Zeit. Grund hierfür ist, dass einerseits in meiner Partei noch kein Konsens zum Thema herstellbar ist, anderseits wollte ich noch das von mir in Auftrag gegebene Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Landtags Rheinland-Pfalz abwarten, welches mich heute erreichte.

Ich erlaube mir zunächst nicht auf Ihre konkreten Fragen einzugehen, kann Ihnen aber versichern, dass ich als Abgeordneter im Landtag Rheinland-Pfalz das Thema Jodprophylaxe / Zwangsjodierung aufgenommen und in die parlamentarischen Initiativen eingebracht habe. Dabei werde ich von meiner Fraktion, auch von der gesundheitspolitischen Sprecherin Frau Dr. Syliva Groß, unterstützt. Insgesamt wurden 6 kleine Anfragen zum Themenkreis Jod gestellt. Diese, und die Antworten der Landesregierung, können auf der Website des Landtags eingesehen werden. Die Titel der kleinen Anfragen sind:

Diagnosezentrum für Patienten mit unspezifischen Beschwerden ohne eindeutige Diagnose (Drucksache 17/1844)
Gefahren durch Überjodierung und Jodsalz (Drucksache 17/2233)
Export von jodierten Lebensmitteln aus Rheinland-Pfalz 1 + 2 (Drucksache 17/2500 u. 2501)
Radioaktives Jod 131 im Januar 2017 über Europa und Deutschland (Drucksache 17/2499)
Statistik zu Schilddrüsenerkrankungen (Drucksache 17/2502)

Die Antworten der Landesregierung Rheinland-Pfalz sind jedoch im Wesentlichen nichtssagend oder entsprechen dem allgemeinen Konsens der Jodbefürworter. Dies gilt leider auch für das Gutachten, welches der wissenschaftliche Dienst im Auftrag meiner Fraktion erstellt hat. Ich werde mich jedoch trotzdem um eine Erlaubnis zur Veröffentlichung bemühen und Ihnen das Gutachten dann gegebenenfalls zur Verfügung stellen.

Die Drucksachen 17/2500 u. 2501 wurden zudem als Anfragen an das BVL und BfR geschickt und nach Aussage des BfR dann an das zuständige Bundesministerium weitergeleitet. Eine Antwort steht noch aus.



Außerdem war das Thema Jod auch als Berichtsantrag Gegenstand im Landwirtschaftsausschuss unter dem Titel:

Unjodierte Milchprodukte als

neuer Absatzmarkt für Milch (Vorlage 17/ 1483)

Des Weiteren habe ich das Thema der Überjodierung auf der Faire-Milch-Konferenz am 14.06.2017 in Würzburg mit vielen, auch internationalen Teilnehmern diskutiert und in die Diskussion mit dem Landesteilhabebeirat Rheinland-Pfalz eingebracht. Meine Aktivitäten sind also momentan vor allem auf die Schaffung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit gerichtet. Geplant ist zudem, das Thema in Kürze in das Plenum des Landtages einzubringen.

Zum Abschluss füge ich noch meine Ausführungen bei, welche ich zur parteiinternen Kommunikation benutzt habe und welche am ehesten meine Sichtweise auf das Problem der Überjodierung illustrieren:

Vor welchen Fragestellungen stehen wir also?

1.) Wie viel Jod braucht der Mensch und in welchen Lebensphasen? Was ist gesund, was ist notwendig, was hilft gegen den Kropf und welche Faktoren verursachen ihn?

Wer diese Fragen beantworten will, darf sich gern in der Literatur verirren. Ich werde hier nicht darauf eingehen, denn es ist letztlich die Frage nach der Entstehung der Welt. Nur ein Hinweis an dieser Stelle: Selbst das BfR geht davon aus, dass die Jodversorgung bei 70% der Deutschen gut ist.

2.) Darf die Bevölkerung, zum großen Teil ohne ihr Wissen, zwangsjodiert werden?

Hierüber können sich gern Rechtsgelehrte und Verfassungsrechtler streiten. Die Meinung der betroffenen jodsensiblen Menschen, manche Quellen sprechen von bis zu 16,5% der Bevölkerung (Mobus Basedow + Morbus Hashimoto), soweit sie die Ursachen ihrer Probleme überhaupt kennen, heißt nein!

3.) Welche Symptome erzeugt die Überjodierung?

Die Jodbefürworter sagen: keine. Was die jodsensiblen Menschen sagen können Sie bei Frau Braunschweig-Pauli unter www.jod-kritik.de nachlesen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen aber versichern, die Symptome sind nicht unerheblich und können durchaus lebensbedrohlich sein!

4.) Wie viel Jod nehmen die Menschen auf?

An dieser Stelle ist zu bemerken, dass niemand wirklich weiß, wie viel Jod die Menschen aufgenommen haben. Auch die Jodbefürworter wissen das nicht. Das Max-Rubner-Institut in

Karlsruhe wird im nächsten Jahr eine Studie starten, um das herauszubekommen (nach 30 Jahren Jodierung!) Ein Blindflug!
Fakt ist aber, dass die Jodaufnahme stark von der Lebens- und Ernährungsweise

abhängt. Nicht nur welche Nahrungsmittel ich dabei aufnehme spielt eine Rolle, sondern auch wie stark diese jodiert sind. Es ist also eine Formel mit vielen Unbekannten, wobei es durchaus möglich ist, die empfohlene tägliche Jodaufnahme dauerhaft zu überschreiten.

5.) Kann die dauerhafte Jodierung Erkrankungen hervorrufen?

Die Jodierungsgegner sagen ja. Vor allem der Anstieg von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Morbus Basedow und Morbus Hashimoto werden auf die Jodierung zurückgeführt. In Ländern ohne Jodierung ist dieser Anstieg angeblich nicht zu verzeichnen. Hier wäre eine internationale Metastudie dringend notwendig.

6.) Spielen die unterschiedlichen Formen der Jodaufnahme eine Rolle?

Aus eigener Erfahrung kann ich dabei sagen, dass organisch gebundenes Jod (Meeresfrüchte) in der Regel unproblematisch ist. Jodierungsmittel wie Kaliumjodat oder Kaliumjodid erzeugen aber bereits in kleinsten Mengen Symptome. Gerade hier fehlt es offensichtlich an soliden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Welche Schlussfolgerungen und Forderungen ergeben sich aus dem Gesagten?

a.) Die Zwangsjodierung in Deutschland geht auf die Initiative einer kleinen Elite von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern zurück, die Bevölkerung wird dabei nicht ausreichend informiert und auch nicht gefragt. Dies ist per se ein unhaltbarer Zustand. Zumindest die Jodierung von Tierfutter sollte umgehend verboten werden. Damit hätten Verbraucher die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob Sie mittels Salz oder z.B. Lebertran jodieren wollen oder nicht.

b.) Jegliche Kritik an der Zwangsjodierung wird ausgeblendet oder heruntergespielt, obwohl wichtige Fragen wie die Entstehung von Krankheiten, die wirkliche Höhe der Jodaufnahme und die Wirkung von Jodierungsmitteln nicht oder nicht abschließend geklärt sind. Hier braucht es eine politische Kraft, die auf eine umgehende und unabhängige Klärung der offenen Fragen drängt.

c.) Es gibt keine durchgängige Kennzeichnungspflicht zur Jodierung. Jodsensible Menschen haben daher keine Möglichkeit, definitiv unjodierte Produkte in Deutschland zu kaufen. Sie weichen auf Länder wie Frankreich aus, wo dieser Jodwahnsinn (Entschuldigung) nicht durchgeführt wird (und offensichtlich auch nicht alle Menschen mit einem Kropf herumlaufen). Es wäre dringend erforderlich, den Lebensmittelzusatz Jodsalz durchgängig zu deklarieren. Auch in handwerklichen Betrieben wie Bäckereien und Fleischereien oder in Gaststätten muss der Einsatz von Jodsalz dringend Kennzeichnungspflichtig werden. Nur so können die Wahlfreiheit der Verbraucher gewährleistet und jodsensible Menschen geschützt werden.



d.) Es muss endlich eine unvoreingenommene und ehrliche Debatte zur Jodierung angestoßen werden. Es kann nicht sein, dass nur die Jodbefürworter die Bundesregierung beraten und jede Kritik als Angriff auf die Volksgesundheit gewertet wird. Andere Länder jodieren nicht. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen und Jodbedarf können individuell behandelt werden, eine generelle Zwangsjodierung ist schlicht unnötig!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Timo Böhme, MdL
Stellv. Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag Rheinland-Pfalz

JODWOLKE

JODWOLKE - ERST MAL AUFTITSCHEN LASSEN?


Methode Tünnes und Schäl? - Jodwolke über Deutschland – Information im Schneckentempo

Leider weiß ich nicht mehr, wie der Dialog im folgenden Witz auf Tünnes und Schäl verteilt ist, aber die Parallele zur gegenwärtigen Informationslage in Sachen Jodwolke ist schlagend: Tünnes oder Schäl, einer von beiden, steht am Kölner Dom und schaut hinauf zu einem der Türme, von dem sich gerade ein Mensch herabstürzt. Kommt einer von beiden dazu und fragt den anderen: „Warum hast du ihn nicht aufgefangen?“ Antwortet der andere: „Ich wollte ihn erst mal auftitschen lassen.“

Ende Februar wurde in der Presse darüber berichtet, daß im Januar 2017 eine Wolke mit radioaktivem Jod 131 über Europa und auch

Deutschland hinweggezogen ist.

Sebastian Pflugbeil von der Gesellschaft für Strahlenschutz äußerte sich in einem Online-Interview bei WELT N24 am 22. 02.2017, daß es sich seiner Vermutung nach eventuell um einen Störfall in der Produktion von Pharmazeutischen Produkten handeln könne.

Es ist hinreichend bekannt, daß radioaktives Jod 131 auch in geringsten Mengen - vor allem bei Jodallergikern und jodempfindlichen Menschen und Menschen, die bereits über die praktizierte Zwangsjodierung schwere Schilddrüsen- und andere Gesundheitsschäden davongetragen haben - zu gravierenden gesundheitlichen Störungen bis hin zu tödlichen Krankheitsverläufen in Form von thyreotoxischen Krisen (zu über 50% tödlich) oder anaphylaktischen Schocks (zu 99% tödlich) führt.

Vor allem die Inhalation von radioaktivem Jod kann zu plötzlichen Bewusstseinsstörungen, Kreislaufzusammenbrüchen, Verlust der Konzentration und zu einem

völligen körperlichen Zusammenbruch führen, was u.a. auch für die Sicherheit im Straßen- und Luftverkehr von essentieller Bedeutung! Ist.

Nach offiziellen Angaben leiden in Deutschland bereits über 33% der Bevölkerung an Schilddrüsenerkrankungen, die zum großen Teil – s. die über 16,5% der jodinduzierten Autoimmunerkrankungen Hashimoto (12,5%) und Morbus Basedow ( 4%) – kein zusätzliches Jod über die Nahrung und über die Luft zu sich nehmen dürfen, um nicht in einen krisenhaften Zustand – oft mit Todesfolge – zu geraten.

Was ist eigentlich in der Zwischenzeit getan worden, um die Herkunft dieser radioaktiven Jodwolke zu klären?

Warum ist die Bevölkerung erst einen Monat später über diese gesundheitsschädliche Jodwolke informiert worden?

Normalerweise ist so ein Störfall mit radioaktivem Jod 131 eine Eilmeldung wert.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M. A., Deutsche SHG der Jodallergiker, 11.03.2017, www.jod-kritik.de.

Elektrosmog



Elektrosmog betrifft jeden

Daß die Entwicklung der Technik generell auch Probleme mit sich bringt, ist ja nichts Neues. Und mit vielen in der Öffentlichkeit diskutierten Gefahren wie Unfällen etc. befaßt man sich und arbeitet an Möglichkeiten, diese Gefahren zu minimieren.

Daneben gibt es aber auch massive Gefahrenbereiche, die in der Öffentlichkeit praktisch nicht ankommen, obwohl durch sie Menschen in pure Todesgefahr geraten. Von Lebensqualität ist hier schon lange nicht mehr die Rede.

Beispielsweise gibt es den Elektrosmog, dem wir alle ausgesetzt sind, und der extrem lebensfeindliche Auswirkungen haben kann.

Die ARD-Dokumentation

„Der Mann, der im Wald lebt – aus dem Leben eines Elektrosensiblen“, gesendet am 2.3. 2017 und seitdem in der „ardmediathek“ verfügbar, zeigt den Alltag eines Elektrosensiblen, dem praktisch weder Luft noch Platz zum bloßen Überleben bleiben: ein von Funkwellen in Lebensgefahr gebrachter Mensch, dessen Flucht in seltene Funklöcher zusätzlich noch von bürokratischen Zwängen weiter verschärft wird, ein Horrorzenario, das für eine wachsende Zahl von Menschen bereits Wirklichkeit geworden ist und für viele weitere Menschen noch werden wird.

Offensichtlich blieben bisher alle Schreiben an Politiker der etablierten Parteien und Verantwortlichen im Gesundheitsbereich, die lebensbedrohliche Situation von Elektrosensiblen zu erleichtern, erfolglos.

Weder werden die durch Elektrosmog verursachten – und medizinisch signifikant dokumentierten - Gesundheitsschäden anerkannt, noch erfahren Betroffene Unterstützung, die für ihr Überleben nötigen Elektrosmog unbelasteten Plätze zu finden und auch dort bleiben zu dürfen.

Auf meine Anfrage an Hans Tolzin, dem gesundheitspolitischen Sprecher der noch jungen Partei Deutsche Mitte, erhielt ich die Antwort, daß „der Elektrosmog … definitiv auf“ der „Agenda“ der Deutschen Mitte stehe, „ wie auch die Zwangsmedikamentisierung der Bevölkerung.“

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß damit eine Art „David-Effekt“ ausgelöst wird, wie ihn sich der Elektrosensible in seinem Schlußwort in der ARD-Dokumentation wünscht.
Ich schließe mich seinem Wunsch an.

Link: https://deutsche-mitte.de/
Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 4. März 2017.