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Dagmar Braunschweig-Pauli
KOCHEN & EINKAUFEN
OHNE JODZUSÄTZE
Ein Rezept- & Einkaufsbuch für Jodempfindliche und Gesundheitsbewußte
Buchauszug:
Warum es dieses neuartige Rezept- & Einkaufsbuch überhaupt gibt:
„Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“ ist ein Rezept- & Einkaufsbuch für Jodempfindliche, Jodgeschädigte und Gesundheitsbewußte, also für alle, die entweder aus medizinischen bzw. ökologischen Gründen nicht künstlich mit Jod medikamentierte Lebensmittel zu sich nehmen wollen.
Aber es ist sehr schwierig, diese naturbelassenen Produkte in Deutschland (aber auch in Österreich und der Schweiz) zu bekommen, weil die inzwischen seit über 20 Jahren in Deutschland praktizierte Jodierung der Lebens- und Futtermittel vor allem tierische Ausgangsprodukte wie Milch, Fleisch, Eier und die aus ihnen hergestellten Folgeprodukte nahezu völlig durchsetzt hat.
Ohne spezielles Hintergrundwissen sind Lebensmittel ohne künstliche Jodzusätze deshalb in Deutschland, Österreich und der Schweiz kaum zu finden sind. Dabei sind aber immer mehr Menschen, die unter der gegenwärtigen Jodierung erst eine jodinduzierte Autoimmunerkrankung entwickelt haben darauf angewiesen, unbedingt unjodierte Lebensmittel zu sich zu nehmen, weil nämlich nur bei einer nicht künstlich jodierten Ernährung die medizinisch nötige Therapie einer jodinduzierten Erkrankung wie z. B. Morbus Basedow, Morbus Hashimoto, oder Schilddrüsenüberfunktion, überhaupt erst erfolgreich sein kann.
Und dieses Problem, unjodierte Lebensmittel für Menschen mit Jodschäden auffindbar zu machen, macht das eben erschienene neuartige Koch- und Einkaufsbuch zu einem unverzichtbaren Leitfaden: Denn es ermöglicht der wachsenden Zahl von Jodgeschädigten, aus der Fülle des Lebensmittel-Angebotes diejenigen Produkte herauszufinden, die nicht künstlich jodiert sind, und die sie aber für ihr gesunde Ernährung unbedingt brauchen.
Über das Jodproblem aus medizinischer Sicht lesen Sie das Vorwort des Berliner Schilddrüsenspezialisten Professor Dr. med. Jürgen Hengstmann.
Über das Jodproblem aus juristischer Sicht lesen Sie das Geleitwort des FDP-Politikers Frank Rösner, Schatzmeister der FDP Garmisch-Partenkirchen.
Inhalt:
Vorwort 9
Geleitwort 10
Die Autorin 12
Einleitung 14
I. INFORMATIONSTEIL 20
Faustregel I 21
Faustregel II 22
Faustregel III 24
Faustregel IV 25
Faustregel V 27
Faustregel VI 28
Faustregel VII 29
Faustregel VIII 30
II. REZEPTTEIL 34
ERSATZPRODUKTE
Ersatz-Milch 34
Saure Ersatz-Sahne 34
Süße Ersatz-Sahne 35
VORSPEISEN
Bohnen im Speckmantel 36
Datteln mit Roquefort gefullt 36
Gefüllte Avocado 37
SUPPEN
Borschtsch 38
Erbsensuppe 39
Erbsensuppe für den König 40
Frühlingssuppe 42
Indische Linsensuppe 43
Japanische Eierstichsuppe 44
Kartoffelsuppe 45
Ochsenschwanzsuppe 46
Reissuppe 47
Thüringische Nudelsuppe 48
GEMÜSE
Spargel 49
Möhren in Mehlschwitze 50
Gurkennester 51
SAUCEN
Gorgonzolasauce 52
Petersiliensauce 53
Senfsauce 54
Tomaten-Paprikasauce 55
FLEISCH
Bisonsteak 56
Reh-Steaks 57
Wildschweinrippchen 58
Pfeffer-Filet 59
Zunge im Blätterteig 60
Überbackenes Schweinefilet 61
Schweinefilet 62
Kaiserbraten in Honig 63
Warmer Leberkäse 64
Königsberger Klopse 65
FISCH
Überbackener Dill-Lachs 66
Strammer Hinnak 67
GEFLÜGEL
Entenbrust 68
Kurzgeschichte: Dagmars Fest 69
Flieten mit Pommes 71
Überbackene Putenbrust 72
Gänsekeulen mit Rotkraut 73
Martinsgans 74
EIERSPEISEN
Kaiserschmarrn 75
Zwiebel-Käse-Omelette 76
Quark-Pfannkuchen 77
Verlorene Eier 78
KARTOFFELGERICHTE
Bauernfrühstuck 79
Thüringischer Kartoffelsalat 80
Überbackene Käsekartoffeln 81
Kartoffel-Auflauf 82
Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf 83
Kartoffelklöße 84
NUDELN
Selbstgemachte Bandnudeln 85
Selbstgemachte Spätzle 86
Nudeln 87
REIS
Gemüsereis in der Pfanne 88
Gefüllte Tomaten / Paprika 89
Milchreis mit Zimt 90
PIZZA
Selbstgemachte Pizza 91
Tiefkühl-Pizza verfeinert 92
Kurzgeschichte: Der Einkaufszettel 93
SALAT
Avocado-Salat 94
Chicoree mit Roquefort 95
Gurkensalat 96
Mausohrsalat oder Feldsalat 97
Paprika-Ananas-Salat 98
Rote Beete-Salat 99
Wurstsalat mit Musik 100
Kurzgeschichte: Der erste Kellerbesuch 101
SCHNELL UND LECKER
Gerupfter Käs 103
Käsebrötchen überbacken 104
Schnitzel-Brötchen 105
SÜSSE SACHEN
Schokoladenfondue 106
Pflaumenmus 107
Pollen-Schoko-Creme 108
Süße Salami 109
Königsberger Marzipan 110
BROT
Käsebrot 111
Schinken in der Brotrolle 112
Dr. Paulis Original Römertopf-Brot 113
KUCHEN & GEBÄCK
Pflaumenkuchen 114
Thüringischer Stollen 116
Kurzgeschichte: Wie Maunkele 118
Kurzgeschichte: Jesus in Deutschland 118
Küchlein: ausgezogene Krapfen 120
Berliner Brot 121
Makrönchen 122
Marillenkuchen 123
Prasselkuchen 124
Rezension: „Iß täglich drei Mandeln“ 126
Guglhupf 128
Zebrakuchen 129
Gedeckter Apfelkuchen 130
Kurzgeschichte: Kims Apfelkuchen 131
Danziger Windbeutel 132
DESSERT
Apfelmus 133
Zimteis 134
Mohneis 135
Vanille-Eis 136
Mamsell Luises Kaiser-Eis 137
VERSCHIEDENES
Mayonnaise 138
Meerrettich-Sahne 138
Stärkungs-Trank 139
Knoblauchbutter 139
Bärlauchpesto 140
Saure Gurken 141
GETRÄNKE
Arabischer Kaffee 142
Ingwer-Tee 143
Bergkristall-Wasser 143
Ostpreußischer Bärenfang 144
Rezension: Doktor Biene: Gott summt mit 144
III. Einkaufsteil 146
Ladenhüter Jodmilch 146
Offener Brief 148
Nicht das Gelbe vom Ei 150
Einkaufen 151
Grundnahrungsmittel / Ausgangs- & Fertigprodukte 151
Brot / Zwieback 151
Milchprodukte 152
Geflügel/Eier 154
Fleisch, Wurst & Fisch 155
Süßes & Knabbereien 156
Fertigprodukte 157
Halbfertigprodukte 157
Tiefkühlprodukte 158
Konserven 158
Obst / Gemüse 158
Backzutaten 159
Würzmittel / Saucen 159
Getränke 160
IV. Adressteil 162
Regionale Einzelbezugsadressen auf einen Blick 162
Bezugsquellen für unjodierte Brot- & Backwaren 162
Bezugsquellen für unjodierte Butter 164
Bezugsquellen für Eier 164
Bezugsquellen für Geflugel 164
Bezugsquellen für feine Gewürze 164
Bezugsquellen für Honig 165
Bezugsquellen für Fleisch /Wurst /Schinken 165
Bezugsquellen für Bisonfleisch 166
Bezugsquelle für Galloway-Rindfleisch 166
Bezugsquellen für kalt geräuchertes Forellenfilet 166
Bezugsquelle für Joghurt aus 100% Ziegenmilch 167
Bezugsquellen für Milch 167
Bezugsquellen für Käse 167
Bezugsquellen für Kartoffeln (auch Bioprodukte), Obst, Gemüse und Kräuter etc. 168
Bezugsquellen für Oliven /Olivenöl /Feinkost 168
Bezugsquellen für schwarzen Pfeffer 169
Bezugsquellen für unjodiertes Salz 169
Bezugsquellen für Tee 169
Bezugsquellen für Wild 170
Cafes 170
Restaurants 170
Lieferservice unjodierter Milch 170
IV. Alphabetisches Ortsregister 171
A - Österreich 171
CH - Schweiz 171
D – Deutschland 171
LU - Luxemburg 177
V. Glossar 178
Literatur 185
Mein Dank 186
VI. Anzeigen 188
Aus dem Inhalt:
...
Faustregel II
Achtung verstecktes Jod möglich!
Jodzusätze, die nicht deklariert werden (müssen)
Was viele Betroffene und Gesunde nicht wissen: Jodsalz ist nicht die einzige Jodquelle
in Lebensmitteln.
Wie bereits erwahnt, kann Jod über jodiertes Futter, über jodierte
Mineralstoffvormischungen, in denen Jod als einer von mehreren Bestandteilen zwar
enthalten ist, aber nicht extra deklariert werden muß, und über jodierte Lecksteine
und jodierte Leckschalen fur Nutzvieh, Geflügel und Wild von Anfang an in die
Nahrungskette geraten.
...
Dabei kann als enthaltenes Salz durchaus das nicht künstlich jodierte Speisesalz
oder Kochsalz deklariert sein, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, das
dieses Produkt, auch ohne Jodsalz, trotzdem Jod enthalten kann, nämlich das nicht
deklarierte Jod über die Futtermittel, wenn die tierischen Ausgangsprodukte aus den
vielfach Viehfutter jodierenden Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz
stammen.
Also: Achtung verstecktes Jod möglich!, wenn in der Zutatenliste von deutschen,
österreichischen und schweizerischen Produkten Ei-Bestandteile als z.B. Ei/Vollei,
Eipulver, Eigelbpuler, Hühnerei-Eiweißpulver, Trockeneigelb und Eiweiß, und Milch-
Bestandteile als z.B. Molkereierzeugnis, Milch, Milchzucker, Milcheiweiß, Süßmolke,
Süßmolkepulver, Magermilch, Magermilchpulver, Molke, Laktose, Käsepulver,
Frischkäse, Aroma (mit Milch), Kann Spuren von Milch enthalten, Butter, tierische
Fette, Sahne, Fleisch, Rinderfleisch, Schweinefleisch bzw. Schweineschmalz o.a.
deklariert sind.
...
Verinnerlichen Sie dieses Wissen, es kann für Sie gesundheitserhaltend und sogar
lebensrettend sein: Ein Produkt kann demnach als Salz wirklich nur Speisesalz
oder Kochsalz enthalten, und ist doch möglicherweise künstlich jodiert über das
versteckte, nicht deklarierte Jod aus meist noch jodiertem Viehfutter und jodhaltigem
(Natur)-Dung (s. Glossar).
Es ist meiner Meinung nach eine empfindliche Lücke im deutschen Verbraucherschutz,
das bei den tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Butter, Sahne etc. und Eiern
weder das dem Viehfutter künstlich zugesetzte Jod, noch die daraufhin in den
tierischen Produkten enthaltenen Jodmengen deklariert werden müssen!
...
Faustregel III
Ausländische Produkte*
* Alle Angaben ohne Gewähr!
Zwar ist die Jodierung der Lebens- und Futtermittel eine EU-Maßnahme, aber nicht alle
EU-Länder setzen diese Maßnahme so „flächendeckend“ und nahezu unausweichlich
(die mir bekannten Ausnahmen s. Adressteil) um wie gerade Deutschland.
Aber auch in Österreich und der Schweiz werden Lebens- und Futtermittel noch
vielfach jodiert, so dass auch bei Produkten aus diesen Ländern auf den Umstand
der eventuell vorjodierten tierischen Ausgangsprodukte geachtet werden muß.
Erfahrungsberichte von Jodgeschädigten, Jodallergikern, Menschen mit Morbus
Basedow und Morbus Hashimoto und Heißen Knoten sowie anderen Erkrankungen,
bei denen Jod kontraindiziert ist besagen dagegen, dass – bis jetzt! Änderungen sind
leider immer möglich! – tierische Produkte wie Fleisch, Milch etc. aus z.B. Frankreich,
Belgien, Italien, Spanien, Portugal, England, Schottland, Irland, Polen, den Baltischen
Staaten, Argentinien, Neuseeland, Ägypten, Zypern, Israel, Marokko, um nur einige
Länder zu nennen, vertragen worden sind.
...
Warum es die positiven Erfahrungen von Jodallergikern und Jodempfindlichen mit
ausländischen Milchprodukten, z.B. Milch, Butter, Sahne, Joghurt, Quark und Käse aus
Frankreich, gibt, erklärt eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope
Liebefeld-Posieux aus dem Jahre 2008, aus der hier deshalb ausführlich zitiert wird.
Laut dieser Studie „wird die Verwendung von jodiertem Salz wieder in Frage gestellt.
Gemäß einer Stellungnahme der französischen Behörden ist die Anwendung
von jodiertem Salz in verarbeiteten Lebensmitteln in Frankreich verboten. Dieses
Verbot gründet auf dem Bericht „Entwicklung der ernährungswissenschaftlichen
Auswirkungen der Einführung von jodierten Lebensmittelkomponenten“ der
französischen Lebensmittelsicherheitsbehörde AFSSA (Agence Francaise de Securite
Sanitaire des Aliments). In diesem Bericht ist geschrieben, dass die systematische
Verwendung von jodiertem Salz in verarbeiteten Lebensmitteln die Bevölkerung dem
Risiko einer Überschreitung der oberen Sicherheitsgrenze fur Jod aussetzt.
In anderen Exportländern muss die Verwendung von Kochsalz mit Jod- und Fluorzusatz
bei verpacktem Käse deklariert werden (siehe unter Punkt 8.1 „Deklaration“).
Das bedeutet, dass die Exporteure bei jeder Käsecharge informiert sein müssen,
ob jodiertes und/oder fluoridiertes Salz verwendet wurde. Heutzutage haben
Käseaffineure und –händler mit der Trennung der Käse je nach verwendeter Salzsorte
einen hohen zusätzlichen Arbeitsaufwand zu leisten.
Empfehlung von ALP:
Auf Grund der Tatsache, dass die Verwendung von jodiertem Kochsalz in der Fabrikation
von Hart- und Halbhartkäse (von) „bescheidenem Nutzen für die Konsumentinnen
und Konsumenten ist (Jod reichert sich im nicht essbaren Teil an) und wegen der
Deklarationspflicht bzw. des Verbotes von jodiertem Kochsalz in verarbeiteten
Lebensmitteln in vielen Exportländern empfiehlt ALP den Käsereien, nur noch Salz
ohne Jod- und Fluorzusatz zu verwenden.“ (Fettdruck durch d. Verlag für die durch
farbliche Unterlegung und Kasten im Originalsatz hervorgehobene Empfehlung der
ALP)
In der Zusammenfassung dieses Kapitels wird deshalb klar und deutlich gesagt, das
„bei der Käseherstellung… die Verwendung von Kochsalz mit Jod- und Fluorzusatz
aufgrund der gesetzlichen Vorgaben in verschiedenen Exportländern nicht mehr
empfehlenswert“ ist. (Zitiert aus: Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt
Agroscope Liebefeld-Posieux, 2008, Abs. 9 Verwendung von jodiertem Salz, S. 15, Abs.
10 Zusammenfassung, S. 16.)
Die Tatsache, daß „die Anwendung von jodiertem Salz in verarbeiteten Lebensmitteln in Frankreich verboten“ ist und jodierte Lebensmittelimporte in Frankreich deklariert sein müssen, wirft meiner Meinung nach ein grenzübergreifendes juristisches Problem auf, das bis jetzt nicht bedacht worden ist: die nicht als jodiert deklarierten deutschen Fleisch- und Milchprodukte, Eier und Geflügel, die aber über die heimliche Tierfutterjodierung Jod in unbekannten Mengen enhalten, verletzen bei ihrer Einfuhr nach Frankreich die dortige Deklarationspflicht für jodierte Lebensmittelimporte in Frankreich!
...
Aus dem Rezeptteil:
SUPPEN
Ochsenschwanzsuppe
die Kraftsuppe meiner Großmama
Kraftsuppe aus Ostpreußen
Für meine ostpreusische Grosmutter, die viele Jahre als Mamsell auf einem ostpreußischen Gut gearbeitet hatte, gab es keine andere Suppe, die es mit der kräftigenden Wirkung einer Ochsenschwanzsuppe hätte aufnehmen können.
In Omas Suppenterrine mit dem Streublümchenmuster, das als einziges Porzellanstück die Flucht aus Ostpreußen überlebt hat, allerdings ohne Deckel, serviere ich auch heute noch unsere Ochsenschwanzsuppe.
...
Zunge im Blätterteig
1 kleine geräucherte oder gepökelte Ochsenzunge
250 –300 g TK-Blätterteig
◊ Die geräucherte oder gepökelte Rinderzunge in den – in jedem Supermarkt im Kühlfach zu bekommenden, unjodierten fertigen – Blätterteig einwickeln, die Teigenden mt Wasser angefeuchtet zusammendrücken
◊ und auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 30-45 Minuten backen.
Quelle: Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Bonn 1979
Serviervorschlag
Dazu passt ganz wunderbar Madeira-Sauce.
Die Rezept-Premiere
Wir hatten meinen Professor mit seiner Frau zum Abendessen eingeladen, und weil ich wußte, daß die Professorengattin eine hervorragende Köchin war, wollte ich ihr und ihrem Mann etwas wirklich Ausgefallenes vorsetzen.
Da kam mir die Idee, als Hauptgang eine Zunge im Blätterteig zu backen.
Mein Mann fragte mich nach dem Rezept, und ich sagte, ich hätte gar keines, aber ich würde eben zu unserer Einladung ein eigenes Rezept ausprobieren.
Die in Blätterteig gewickelte und mit Zahnstochern gespickte Rinderzunge war bereits im Backofen und verströmte einen köstlichen Duft, da trafen unsere Gäste ein. Wir waren sofort in eine intensive Unterhaltung vertieft, als sich die Ehefrau des Professors entspannt im Sessel zurücklehnte und zu mir gewandt sagte: „Es duftet ja schon appetitanregend. Schön, das auch Sie als Gastgeberin noch so ruhig mit uns plaudern können. So was geht allerdings nicht, wenn man einen Blätterteig im Ofen hat.“
„Ich habe einen Blätterteig im Ofen“, rief ich wahrend ich aufsprang und in die Küche lief.
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Strammer Hinnak
norddeutsche Forellenspezialität zu Ehren von Hinnrich Woldmann aus Finkenwerder
1 kalt geräucherte Lachsforelle
2 unjodierte Eier
1 Schwäbisches Seelchen oder frisches Roggenmischbrot (Wichtig: Sauerteig!)
20 g irische Butter
Unjodiertes Salz/ Siedesalz
Schwarzer Pfeffer
Sahne-Meerrettich, unjodiert
...
Quelle: Rudolf Reil, Herrstein, der dieses deftige Forellenrezept zu Ehren seines verehrten
Großvaters Hinnrich Woldmann, eines bekannten Finkenwerder Hochseefischers, entwickelt hat.
...
Käsebrot
Brot im Käsemantel à la Braunschweig-Pauli
1 kg Weizenmehl
4 Päckchen Frisch-Hefe à 42 g
250 ml lauwarmes Wasser
250 ml unjodierte Milch (s. Ersatzmilch, S. 34)
150 g zerlassene irische Butter
1 1/2 gestrichene TL (nicht zuviel!) unjodiertes Salz/ Siedesalz
150 g italienischer Provolone-Käse
unjodiertes Salz/Siedesalz
...
Mein Käsebrot
Not macht erfinderisch. Das war im Krieg so, und das ist nun wieder so unter der Zwangsjodierung der Lebensmittel.
Aus der Not heraus, für befreundete Jodallergiker ein verträgliches und schmackhaftes Essen zuzubereiten, kam ich im Sommer 1998 auf die Idee, mein selbstgebackenes Brot sozusagen im Käsemantel zu backen, indem ich den fertig gekneteten Teig mit dünnen
Scheiben des sizilianischen Provolone-Käses belegte. Und dieses „Käsebrot“ schmeckte uns so gut, das es seitdem zu unserem Traditionsbrot geworden ist und von mir immer gebacken wird, sooft wir Jodgeschädigten uns bei mir treffen.
Quelle: Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier 1998
...
Danziger Windbeutel
250 g frischer Blätterteig (gibt es auch unjodiert)
20 g Schokoladenraspel
200 ml unjodierte Sahne (s. Ersatzsahne, S. 35)
1 Päckchen Vanillezucker aus Boubonvanille
2 TL Danziger Goldwasser
1 – 2 Zitronen, der Saft
50 g Puderzucker
...
Quelle: Dagmar Braunschweig-Pauli Mai 2009 in Erinnerung an Großmutter Luises Erfolgsrezept, als diese noch Mamsell und später Konditorin in Ostpreußen gewesen war.
...
Ladenhüter Jodmilch
Die Milch – das größte Sorgenkind deutscher Lebensmittel-Produktion
Die Milch ist in Deutschland das größte Ernährungsproblem, weswegen ich ihr hier
ein eigenes Kapitel widme.
Milch ist meines Wissens nach aber nicht deshalb das größte Problem in unserer
Ernährung, weil es im Bereich der Subventionen und Erzeugerpreise politische
Fehlentscheidungen gegeben hat, sondern meiner Erfahrung als Jodgeschädigte nach
allein deshalb, weil in Deutschland mit der Jodmilch – über fast vollständig jodiertes
Viehfutter und jodierte Lecksteine, leider auch zum größten Teil im Biobereich! –
ein Produkt produziert wird, das immer weniger Menschen aus gesundheitlichen
Gründen vertragen und deshalb auch kaufen können, selbst wenn sie es wollten.
Mit anderen Worten: immer mehr Menschen, die – erst durch die Zwangsjodierung
in Deutschland krank geworden sind – müssen aus gesundheitlichen Gründen auf
inländische Milch verzichten, weil sie über das nahezu ausschließlich jodierte Futter
jodierte Milch! geworden ist. Und das sind, laut Expertenaussagen, inzwischen bereits
33% der Bevölkerung, Tendenz steigend, weil ja weiter jodiert wird.
In Zahlen bedeutet das, das, leider mit wachsender Tendenz, weit über 25 Millionen
Menschen in Deutschland die hier fast ausschließlich (die sehr! wenigen Ausnahmen
sind entweder nicht allgemein bekannt, deshalb auch nicht allgemein zugänglich, und meist wird diese unjodierte Milch dann auch noch in den Molkereien mit anderer Jodmilch vermischt, also wieder fur Jodempfindliche ungeniesbar gemacht) produzierte Jodmilch nicht mehr kaufen (können!)….
...
Nicht das Gelbe vom Ei
Nach der Milch – und allen anderen Milch- Fleisch – und Folgeprodukten - sind die
deutschen Eier das zweitgrößte Lebensmittelproblem in Deutschland.
Wie mir von Hühner-Bauern – auch aus dem Biobereich – glaubhaft versichert wurde,
gibt es in Deutschland z. Zt als Fertig - Hühnerfutter fast nur solches mit – dem
nicht eigens deklarierten – Jod in den sogenannten „Mineralstoff-Vormischungen“,
deren Einzelbestandteile, zu denen auch Jod zählt, nicht extra aufgeführt werden
müssen (Achtung: empfindliche Deklarations-Lücke, auch für den EXPORT deutscher
tierischer Produkte in diejenigen Länder, in denen Jod in Lebensmitteln, auch bei
eingeführten Produkten, verboten ist!). Auch deutsches Hühner-Aufzuchtfutter – auch
für Biobetriebe – enthält also meist zusätzliches Jod.
Von Hühnerbetrieben, die auf zugekauftes Hühnerfutter angewiesen sind, sind deshalb
in Deutschland aller Wahrscheinlichkeit nach nur vorjodierte Eier (und Geflügel!) zu
bekommen, die im Schnitt pro Ei etwa 64 Mikrogramm Jod enthalten. Zum Vergleich:
Eier, die nicht über das Futter der Hennen jodiert sind, enthalten nur etwa 4,6
Mikrogramm Jod. In den Jahren 1988 bis 1992 hatte sich infolge des Zusatzes von 10
mg Jod pro Kilogramm Futter „der mittlere I-Gehalt des Hühnereies“ vervierzehntfacht.
Und die Jodierung des Ausgangsproduktes „Ei“ hatte selbstverständlich auch
Auswirkungen auf die mit Eiern hergestellten Folgeprodukte. „Die I-Anreicherung im
Ei führte zur Verfünffachung des I-Gehaltes im Eierlikör. Auch eiergänzte Teigwaren
und eihaltige Lebensmittel erhöhten ihren I-Gehalt.“ (s. Kohrle et al., a.a.O., S. 224)
…
Einkaufen
in Supermärkten, Discountketten, Fachgeschäften*
Grundnahrungsmittel / Ausgangs- & Fertigprodukte
...
IV. Adreßteil
Regionale Einzelbezugsadressen auf einen Blick
Bezugsquellen für unjodierte Brot- & Backwaren
...
Alphabetisches Ortsregister
...
V. Glossar
….
Arzneimittelgesetz - Das Arzneimittelgesetz (=AMG, am 1.1.1978 in Kraft getreten, letzte Änderung 20.07.2000) ist das „Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln“ (s. Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch, 259. Auf., Berlin 2002). Ein Arzneimittel ist eine Wirksubstanz, die in der Medizin zu diagnostischen, therapeutischen oder prophylaktischen Zwecken eingesetzt wird. Der Begriff „Arzneimittel“ wird im sogenannten „Arzneimittelgesetz“ (=AMG) vom 24.08.1976, Fassung vom 26.07.2000, definiert (s. Bierbach, a.a.O., S. 76). Bei Arzneimitteln ist der sogenannte „Abgabestatus“ gesetzlich vorgeschrieben, also der Vermerk, ob ein Medikament rezeptpflichtig „Rp“, eingeschränkt rezeptpflichtig „(Rp)“, apothekenpflichtig„(Ap)“ oder nicht apothekenpflichtig „(nAp)“ ist. (s. ROTE LISTER 1999, S. 9)
Weitere gesetzlich verpflichtende Basisinformationen für Verpackungsbeilagen von
Arzneimitteln sind u.a.: a) Zusammensetzung (einschließl. arzneilich nicht wirksame
Stoffe), d) Gegenanzeigen, e) Anwendungsbeschränkungen, f) Schwangerschaft,
g) Stillzeit, h) Nebenwirkungen, i) Wechselwirkungen, j) Überdosierung und
Intoxikationen, k) Warnhinweise, l) Sonstige Hinweise zur Vermeidung von
gesundheitlichen Schäden, m) Dosierungsempfehlung (Angaben s. ROTE LISTER,
a.a.O., S. 9ff.) Jod bzw. Jodid wird in seiner Funktion als prophylaktisch wirkender
Stoff gezielt den Futter- und Lebensmitteln zugesetzt. Damit erfüllt jede künstliche
Jodbeigabe in Jodsalz und Tierfutter und Lecksteinen laut AMG die Bedingungen
eines Arzneimittels. Jod als medizinischer Wirkstoff ist apothekenpflichtig
(Ap). Der sogenannte „Abgabestatus“ eines apothekenpflichtigen Arzneimittels
wird bei Fertigarzneimitteln (s. Rote Liste, a.a.O., S. 9) mit „Ap“ ausgewiesen.
Apothekenpflichtige Arzneimittel durfen nur in Apotheken verkauft werden,
Apothekenpflichtig sind z.B. Jod-Tabletten von verschiedenen Pharmafirmen (s. Rote
Liste, 1999, 74 040/-041, -044—048, -052). Jod in jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln
und oralen jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln sowie als Zusatzstoff in chemisch
definierten Schilddrüsenhormonen ist verschreibungspflichtig (Rp) (s. Rote Liste,
a.a.O., Praparateteil, S. 35 024 ff.). Verschreibungspflichtige Arzneimittel sind solche,
die „vom Apotheker nur auf Vorlage einer schriftlichen ärztlichen Verordnung
(eines Rezeptes) abgegeben“ werden, „da diese Medikamente bei unkontrollierter
Einnahme erfahrungsgemäß relativ haufig zu Schäden führen.“ (s. Bierbach, a.a.O.,
S. 272) „Chemisch definierte Schilddrüsenhormone“ sind alle mit dem Vermerk „Rp“
für „Rezept“ gekennzeichnet. Im „Signaturverzeichnis“ (s. ROTE LISTE R, a.a.O.,
Orange, S. 143ff.) werden die „Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen,
Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Intoxikationen“ der verschiedenen
Wirkstoffe schematisch dargestellt. „J 5 Jodhaltige Röntgenkontrastmittel“ stehen
darin auf S. 265f., „J 10 Jodverbindungen“ stehen darin auf S. 266f. Jod, und zwar
das auf künstlichem Wege erzeugte Kalium- bzw. Natriumjodid (s. Freese, Hans, Dr.
rer.nat, Dipl. Chem.: „Jod in Lebensmitteln“, in. Balance 3/2008, S. 36ff.), wird Salz
(Kochsalz/Speisesalz) und Lebens- und Futtermitteln mit dem Zweck zugesetzt, das
es infolge seiner medizinischen Wirkung prophylaktisch auf die Schilddrüse wirken
soll. Damit wird Jod den Grund- und Lebensmitteln gezielt als Arzneimittel zugesetzt,
für das die im AMG zusammengefaßten rechtlichen Vorschriften verbindlich sind.
…
Frankreich – die Jodierung von Lebensmitteln ist in Frankreich wegen der damit
verbundenen hohen Gesundheitsgefahren verboten! Vive la France!
…
Joddämpfe - entstehen beim Kochen und Backen mit Jodsalz. Über die Atemluft
aufgenommenes Jod sind „Joddämpfe“. Bei Jodempfindlichen führen sie oft
innerhalb von Minuten zu heftigen Sofortreaktionen wie Atemnot und Augenbrennen,
zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Kehlkopfschwellung (!Erstickungsgefahr!)
Larynxodem (!Erstickungsgefahr!), Herzrasen, Kreislaufkollaps, Erbrechen, Kolik
und Koma. Menschen mit diesen Symptomen schweben in akuter Lebensgefahr!
Sofort Notarzt rufen!
…
Laktoseintoleranz – die Diagnose Laktoseintoleranz wird oft bei Milchunverträglichkeit
gestellt. Unter der Berücksichtigung der Tatsache, das die deutsche (auch
österreichische und schweizerische) Milch über oft verwendetes Jodfutter z.T. hohe
zusätzliche Jodwerte aufweisen kann, auf die immer mehr Verbraucher mit allergischen
Symptomen reagieren, muß bei einer Milchunverträglichkeit abgeklärt werden, ob
es sich bei ihr nicht um eine Jodunverträglichkeit anstelle einer Laktoseintoleranz
handelt.
...
Milchtourismus - Einkaufsfahrten von Jodgeschädigten ins benachbarte Ausland wie
Frankreich (dort ist die Jodierung von Lebensmitteln wegen der damit verbundenen
Gesundheitsschäden verboten!), Polen, Luxemburg, Belgien, Holland, sogar über
den Kanal nach England, um dort nicht künstlich jodierte Milchprodukte, auch
Babynahrung! zu kaufen.
...
Wund-Desinfektion - nach Auskunft von Teilnehmern an Erste-Hilfe-Kursen für
Fahranfänger wird in diesen Kursen seit einiger Zeit von den Kursleitern nachdrücklich
darauf hingewiesen, das jodhaltige Wunddesinfizientien fur Unfall-Opfer verboten
sind, wegen der immer häufiger auftretenden Jodallergie in Deutschland.
...
Mein Dank
…
Mein Dank gilt allen Lebensmittel-Produzenten und – Händlern, die uns unverfälschte,
nicht künstlich jodierte Lebensmittel erhalten.
Und mein Dank gilt darüber hinaus allen Freunden, Bekannten und Mitmenschen, die
aus menschlichem Empfinden heraus die Zwangsmedikation unserer Lebensmittel mit
Jod ablehnen und so mithelfen, die isolierte Lebenssituation von uns Jodgeschädigten
zu lindern und das allgemeine Bewußtsein dafür zu sensibilisieren, daß derart
negativ veränderte Lebensmittel wie die jodierten Futter- und Lebensmittel in einer
humanen Gesellschaft keinesfalls akzeptabel sind!
Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.
Trier, Sommer 2009
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