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Statement zur Podiumsdiskussion

*1) „Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – Anspruch
und Wirklichkeit, anläßlich der 48. ordentlichen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für
Wirkstoffe in der Tierernährung e.V., Donnerstag, 25. April 2002, 14.00‐18.00 im Astron Hotel
Voltaire Potsdam:


Der Wirkstoff „Jod“ wird seit etwa 1995 *2) den Mineralfuttergemischen und Salzlecksteinen fürs
Vieh künstlich zugesetzt (100 mg/kg). Auch Geflügel erhält jodierte Futtermischungen (1,2 mg/kg).

Das zusätzliche Jod wird von den Tieren aber nicht für ihre eigene Gesundheit benötigt, sondern es
soll „in die gesamte Nahrungskette einfließen“ (s. Arbeitskreis Jodmangel in „Fakten zur
Jodversorgung in Deutschland“, Groß‐Gerau, April 1997, S. 1). Die Folge ist, daß der Verbraucher
über die tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Sahne, Butter, Quark, Joghurt, Eier, mehr Jod zu sich
nehmen muß. Und in Mengen, die er nicht mehr kontrollieren kann, was schnell zur Überjodierung
mit Gesundheitsschäden führt.


Über diese Maßnahme, die sämtliche Grundnahrungsmittel betrifft, wurden die Verbraucher nicht
offiziell informiert.

Die gesundheitliche Problematik der Viehfutterjodierung wurde auf dem 14. Wiesbadener
Schilddrüsengespräch 1996 von den Experten diskutiert. Prof. Bauch (Chemnitz) sagte dazu: „Im
Moment streben die Tierernährer eine Regulierung der gesetzlichen Grundlagen an, indem ein
oberes Limit für die Jodierung der Mineralfuttergemische eingeführt wird, da bei zu hohen
Jodzufuhren einerseits Hypothyreosen“ (=Unterfunktionen, d.Aut.) „bei Tieren auftreten können,
und andererseits die Jodzufuhr mit tierischen Nahrungsmitteln“ (bei Menschen, d.Aut.)
„unkontrolliert zu hoch sein kann.“ (a.a.O., S. 25)


Daraus resultiert 1. Eine Zwangsmedikation, die das im Grundgesetz verankerte
Freiwilligkeitsprinzip aushebelt. Denn die Viehfutterjodierung erfaßt alle Grundnahrungsmittel, so
daß kein Verbraucher diesem problematischen Zusatzstoff Jod mehr ausweichen kann.


Daraus resultiert 2. Eine massive Gesundheitsschädigung für alle diejenigen, die durch dieses
zusätzliche Jod noch kränker, oder aber erstmalig krank werden. Das grenzt an Körperverletzung, die
nicht hinzunehmen ist.

Daraus resultiert 3. eine durch Jod ausgelöste Krankheitswelle – Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann
vom Urban‐Krankenhaus in Berlin schätzt die Jodgeschädigten bereits auf 10‐15%!. Prof. Dr. med.
Lothar‐Andreas Hotze aus Wiesbaden sprach in diesem Februar bereits von 14%
Autoimmunerkrankungen, die die Jodierung schon gefordert habe – die unabsehbaren finanziellen
Schaden anrichtet.

Durch falsche oder fehlende Informationen wird ein „Schaden in Milliardenhöhe“ verursacht. Das
stellte Dr. Martin Danner in seinem Vortrag „Der informierte Patient“ auf dem 8. Round‐Table‐
Gespräch des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller am 19. April 2002 vor einer Woche hier
in Berlin fest.*3)

Um fehlende Informationen über die Viehfutterjodierung, und um falsche Informationen über die
Jodschäden handelt es sich bei der „generellen Jodsalzprophylaxe“ tatsächlich, weil der Verbraucher
weder über die Jodschäden überhaupt noch über die Tatsache der Viehfutterjodierung informiert
worden ist.

Seitdem über die Viehfutterjodierung der Verbraucher geschädigt wird, gibt es in Deutschland
keinen funktionierenden Verbraucherschutz mehr!

Wegen der gesundheitsschädigenden Wirkung des Jodes in tierischen Produkten und anderen
jodierten Lebensmitteln ist damit auch keine Lebensmittelsicherheit mehr gegeben.

Dr. Peter Liese, MdEP, Mitglied im Ausschuß für Umweltfragen, Volksgesundheit und
Verbraucherpolitik, sagte auf dem bereits genannten 8. Round‐Table‐Gespräch in seinem Referat
„Der mündige Patient“: „Man nimmt kein Medikament für eine Krankheit, wenn man die Krankheit
nicht hat. Das ist absurd.“

Dr. Liese stellte dies fest in der Annahme, daß der Patient aber selber darüber entscheidet, ob er ein
Medikament unnötigerweise einnimmt oder nicht.

Die Zwangsjodierung zwingt Millionen Bundesbürger aber das Medikament Jod auf, ohne daß sie
es brauchten, und ohne daß sie selber entscheiden dürften, ob sie es einnehmen wollen oder nicht.
Das ist juristisch angreifbar."

 

Anmerkungen:

*1) Dieses Statement hielt die Gründerin und Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker,
Morbus Basedow‐ und Hyperthyreosekranken, Dagmar Braunschweig‐Pauli M.A. am 25. April 2002
während der oben genenannten Podiumsdiskussion. Im Anschluß an ihre Darstellung der
Auswirkungen der Viehfutterjodierung wurde ihr vom damaligen Leiter der Brüsseler
Gesundheitskommission bestätigt, daß es in der EU mit dem Jod große Probleme gäbe: „“Es stimmt.
Wir haben in der EU große Probleme mit Jod.“

*2) Zu dem damaligen Zeitpunkt wußte ich noch nicht, daß die heimliche Jodierung des Viehfutters
bereits 1985/86 begonnen worden ist. Dazu s. „Jod‐Krank. Der Jahrhundertirrtum“, 2. Aktual. Aufl.,
Trier 2007, S. 247ff.

*3) Dagmar Braunschweig‐Pauli M.A. war als Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker zu
diesem 8. Round‐Table‐Gespräch eingeladen worden und war bei sämtlichen Vorträgen und
Diskussionen anwesend. Ihr auch hier vorgetragenes Statement über die Verbrauchertäuschung
durch die heimliche Viehfutterjodierung wurde jedoch vorzeitig unterbrochen.

 

Literatur:

Pfannenstiel/Hotze: Verhandlungsbericht d. 14. Wiesbadener Schilddrüsengespräches, Febr. 1996,
Frankfurt 1996, S. 25.

Flachowsky, G.: „Einflußmöglichkeiten der Tierernährung auf Inhaltstoffe und Qualität von
Lebensmitteln tierischer Herkunft“, in: Verbraucherdienst 3/ 1998, S. 338‐392.

Grether, Th.: „Künstliches Jod im Essen fordert Opfer“, in: Pulstipp, Das Schweizer
Gesundheitsmagazin, April 2002, S. 4/5.

Braunschweig‐Pauli, D.: „Flächendeckende Jodierung in Deutschland“, in: Patientenforum
Homöopathie 1/2002, S. 14/15.

Braunschweig‐Pauli,D.: „Jod‐Krank. Der Jahrhundertirrtum“, 1. Aufl. Andechs 2000, S. 306‐318./2.
Aufl. Trier 2007, S. 247ff.

 

 

 

Brustkrebsrisiko durch Jodsalz und SchilddrÜsenhormone

In der internationalen Nitrosaminforschung ist es seit fast 30 Jahren bekannt, daß Jod die Nitrosaminbildung um das 6-fache erhöht. Dieser Effekt wird noch gesteigert, wenn Jod im menschlichen Körper mit anderen Katalysatoren zusammen trifft, wie z.B. Thiozyanat, das im Speichel vorkommt, oder Chlorogensäure, die im Kaffee enthalten ist
(s. Lathia, D./Kloepp, D.: Einfluß von Nahrungsinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen -- ein kurzer Überblick. In: Ernährung (Nutrition) Bd. 11, Nr. 2, 1987)

Speziell das Brustkrebsrisiko scheint durch Jod, vor allem in Form von Jodsalz, deutlich erhöht zu werden. Susun S. Weed schreibt dazu in ihrem Buch: Brustgesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs, Orlanda-Verlag 1997, S. 49: "Wenn Erwachsene jedoch durch zusätzliche Jodzufuhr -- wie z.B. Jodsalz -- ihren Bedarf überschreiten, steigt auch ihr Brustkrebsrisiko."

Schilddrüsenhormone, die z.Teil ja auch an Jod gebunden sind, führen ebenfalls zu einem deutlich erhöhten Brustkrebsrisiko. H.P.T.Ammon fügt deshalb im Kapitel "Hormone der Schilddrüse" ein Sonderkapitel "Kanzerogenität" ein: "Eine Studie an 5500 unter Schilddrüsenhormonbehandlung stehenden Patientinnen, bei denen eine Mammographie durchgeführt wurde, ergab, daß bei 635 Brustkrebs vorlag. Dies ist eine Rate von 12%. ... Bei denen, die Schilddrüsenhormone über 15 Jahre bekommen hatten, lag die Krebsrate sogar bei 19,5% ..." (s. H.P.T. Ammon: Arzneimittelneben- und wechselwirkungen. Ein Handbuch für Ärzte und Apotheker, Stuttgart 1991).
Unter diesem Aspekt ist die gegenwärtige Schilddrüsentherapie, die großzügig Schilddrüsenhormone als Langzeittherapie einsetzt, kritisch zu beurteilen.

Gynäkologen berichten jedenfalls neuerdings über ein rätselhaftes Ansteigen von Brustkrebs.

Als eine Art unbeabsichtigter Tierversuch stellt sich die Jodanreicherung von Vogelfutter dar. Laut Pressebericht (in: Trierischer Volksfreund, 11.2.2000) sterben bereits 30% aller Wellensittiche an Krebs.

*Weitere wissenschaftliche Quellen für die krebserregende Wirkung von Jod in Lebens- und Futtermitteln finden sich in:*

D. Braunschweig-Pauli: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, Herbig Verlag München 2003/2006/2008, S. 141ff.

D. Braunschweig-Pauli: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, 1. Aufl . Andechs 2000/ 2. Aktual. Aufl. Trier 2007, Kapitel 40: "Jod ist krebserregend", S. 162ff.

D. Braunschweig-Pauli: Krebskrank durch Jod, in: Balance 4/2000, s. Archiv www. Balance-online.de

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.

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